Roter Sand

Dienstag, 27.09.2011

Wir müssen viel zu früh aufstehen. Der Sonnenaufgang am Uluru war dann aber leider nicht so spektakulär, da die Sonne wolkenverhangen war.
Wir sind danach als nächstes zu Katja Tjuta (Olgas) gefahren und haben dort einen kurzen Walk im Valley of the Winds gemacht.

Kata Tjuta Valley of the Winds

Danach ging es zum Uluru zurück. Dort haben wir auf dem 2km langen Mala Walk viele Höhlen der  Aboriginis gesehen, teilweise mit Höhlenmalerei. Dazu gibt es viele Geschichten, von Ritualen und Geistern die dort noch leben sollen.
Es ist schon wieder viel zu heiß, heute sind es 39°C. Wir umfahren den Uluru nochmal komplett und schauen kurz im Cultural Centre vorbei. Dort läuft gerade ein interessanter Film über Bemalung und Tanzrituale. Ansonsten entdecken wir noch einiges neues über Ernährung der Aboriginis. Wisst ihr dass es Honigameisen gibt und dass man ein fast 2 Meter tiefes Loch graben muss, um die zu finden?

Höhlenmalereien Super steil und gefährlich und eigentlich nicht erwünscht ...

Am Nachmittag fahren wir zurück nach Alice Springs. Unterwegs fahren wir noch 2x 15 km offroad zu einem Meteoritenkrater.
In unserm Hotel in Alice Springs erwarten uns kurz vor Sonnenuntergang schon die Rockwallabies.

Ein Baby

Höllenmarsch am Kings Canyon und Sonnenuntergang am Uluru

Montag, 26.09.2011

Heute waren wir wandern am Kings Canyon. Wie sind um 9 Uhr gestartet und waren für die über 8 km insgesamt 5 Stunden unterwegs. Es war einfach fantastisch, die Bilder sprechen für sich. Allerdings war es verdammt heiß, zu Schluss so um die 36°C.

Der erste Anstieg ca. 150 m hoch   Dort drüben auf der anderen Seite waren wir 2 Stunden später The Garden of Eden

Nachdem wir uns wieder erholt und Wasser nachgetankt hatten fuhren wir noch 340 km zum Uluru, um den berühmten Sonnenuntergang zu erleben.
Darauf mussten wir unbedingt mit unserem Mangosekt (den wir seit Cairns mit uns transportieren) anstoßen. Zwar nur mit Pappkaffeebechern und  nicht eisgekühlt, aber toll …

 

Trip ins Rote Zentrum

Sonntag, 25.09.2011

Heute Morgen sind wir von Brisbane nach Alice Springs geflogen. Dort haben wir auf dem Flughafen unseren Mietwagen einen Nissan X-Trail 4W mit unserem ganzen Gepäck vollgeladen und sind in Richtung Uluru-Kings Canyon gestartet. Mit 100 – 130 km/h geht es immer gerade aus. Kaum eine Kurve. Nur ab und zu kommt uns ein anderes Auto oder ein Camper oder ein Roadtrain, meist mit 3-4 Trailern entgegen.
Unseren Lunch-Stopp machen wir in Stuarts Well. Dort lernen wir Dinky den singenden Dingo kennen. Es gibt sogar schon deutsche Zeitungsartikel von ihm hier an der Kneipenwand.
Wir fahren insgesamt 480 km bis nach Kings Canyon. Unterwegs halten wir Ausschau nach wilden Kamelen, sehen aber leider erst welche in Kings Creek, wo Kamelreiten angeboten wird. Dafür finden wir am Straßenrand jede Menge kleine Melonen, müssen uns später aber erklären lassen,  das sind Patty-Melonen „taste like shit“.
Unterwegs sind oft verbrannte Stellen zu sehen. Hier werden immer wieder Feuer gelegt  und das Gras verbeugend abgebrannt. Es stinkt echt zum Himmel. Aber dieser Farbkontrast schwarz und leuchtend rot hat schon was.
In unserem Resort in Kings Canyon gibt es auch Dingos, die aber scheu sind.

Paddy Melon Dinky der singende Dingo Pinke Kakadus Dingos im Resort

Brisbane mit Koalas, Kängurus und Skyline

Samstag, 24.09.2011

Die letzte Tour mit dem Camper. Wir fahren entlang der Sunshinecoast  nach Brisbane. Am Nachmittag gehen wir noch ins Koala Sanctuary. Hier gibt es wieder jede Menge Koalas, die gerade gefüttert werden. Es ist schon verblüffend, wie die Tiere die eben noch auf ihrem Ast gepennt haben, sich plötzlich bewegen nur weil frischen Eukalyptusbaumzweige ist Gehege gebracht werden.
Wir füttern die Kängurus und posen mit ihnen vor der Kamera. Und zum Schuss bekommen auch noch die Papageien ihr Futter. Tolle Aktion. Ständig kleckern die Vögel ihren Brei auf unsere Arme und Köpfe.

Gerade noch am dösen Schnell Futter fassen

Dann checken wir im Hotel Rendezvouz in Brisbane ein mit unsern 5 Koffern, mindestens 8 Handgepäckstücken und noch so einigen Tüten. Ein bisschen sah das aus, wie bei den Zigeunern.
Wir bringen die Camper zum vereinbartem Stellplatz und haben noch ein Zeit für einen Bummel durch Bisbane und ein paar Fotos von der Skyline am River.

Brisbane

Tauchen am Wolf Rock

Freitag, 23.09.2011

Um 7 Uhr treffen wir uns an der Tauchbasis Wolf Rock Dive. Kevin und Cheryl die Besitzer erwarten uns schon. Wir beladen das Boot mit unserer Ausrüstung, fahren zur Bootsrampe und los geht es ca 40 Minutennach Wolf Rock. Das sind zwei Unterwasserfelsen, die oben aus dem Wasser schauen. Die Tauchtiefe liegt bei 30 Metern. Unten erwarten uns schon die Grey Nurse Sharks.  Wir sehen mindestens 5 Haie, die immer wieder an uns vorbeischwimmen und ihre Zähne zeigen. Ein Weibchen ist schwanger und hat einen Schwarm gelber Fische immer als Eskorte mit dabei. Dann fliegen noch zwei gr0ße Adlerrochen vorbei und 2 freischwimmende Muränen schwimmen unter uns. Ein Schwarm riesiger Barakudas und viele andere Schwarmfische entschädigen uns für die Oberflächenpause auf dem schaukeligen Boot.

Grey Nurse Shark schwangeres Weibchen mit Potrouille

Nach dem Dekobier geht es wieder mit dem Camper weiter nach Noosa. Dort wandern wir bis zum Sonnenuntergang kurz durch den Noosa Nationalpark bevor wir auf dem Campingplatz BBQ mit Känguruwürstchen machen.

Noosa Nationalpark

Whale Watching

Donnerstag, 22.09.2011

Wir haben die Blue Dolphin gebucht, einen Segelkatamaran. Dieser hat den großen Vorzug gegenüber den vielen Anbietern von Whalwatching-Touren, dass hier nur 26 Gäste an Bord gehen.

7.30 Uhr fahren wir los zur Hervey Bay vor der Westküste von Fraser Island. Hier sind im September die Chancen Buckelwale zu sehen besonders groß. In der Hervey Bay halten sich die Walmütter mit ihren Babys auf. Wir erfahren, dass Buckelwale 11 bis 40m groß werden und die Babys 3-3,5m. Die Kälber trinken 50-60 kg Milch mit über 50% Fettgehalt am Tag. Die Fettschicht der erwachsen Wale ist ca. 1m dick. Sie können bis zu 15 Minuten tauchen, bevor sie wieder an die Wasseroberfläche zurück kommen. Aber wenn Sie Spaß haben, bleiben sie oben. Und sie hatten Spaß…
Oft sind sie sehr nah am Boot, ja sie tauchen sogar darunter durch und auf der anderen Seite wieder auf. Sie schlagen mit den Flossen oder mit der Fluke immer wieder auf das Wasser, sie springen aus dem Wasser, sie drehen sich auf den Bauch, … Es ist einfach fantastisch. Manchmal sehen wir 3 Mütter mit ihren Kälbern gleichzeitig.

2 Akkus und 2 Videobänder später sind sie immer noch aktiv. Für uns gibt es Lunch. Danach setzen wir wieder die Segel und segeln entlang der Westküste von Fraser Island bis zum Moon Point und danach zurück nach Hervey Bay. Für uns geht es danach noch 150 km mit dem Camper nach Rainbow Beach.

Eintauchen Auftauchen Jump So nahe waren die Buckelwale Mit den Campern am Hafen

Fraser Island

Mittwoch, 21.09.2011

Kurz vor 7 Uhr geht unsere Fähre nach Fraser Island. Dort haben wir uns einen Toyota Landcruiser gemietet. Bevor es los geht müssen, wir uns noch fast eine Stunde einen Film über fahren mit 4Wheels auf Fraser Island und die Sicherheitsrichtlinien anschauen. Fraser Island ist eine Sandinsel und hier dürfen nur Autos mit einer  besonderen Zulassung fahren. Wir erhalten noch Informationen bis wann man am Strand fahren darf und los geht es.
Erstes Ziel ist der Lake Wabby. Der weg dahin ist eine echte Herausforderung. Er ist kaum breiter als unser Auto. Mit 10 bis 20 km/h geht es auf und ab auf der sandigen Piste durch den Wald. Rechts und links sind immer wieder kleine Haltebuchten. In die Muss man versuchen vorwärts oder meistens auch rückwärts zu kommen bei Gegenverkehr. Von Parkplatz aus laufen wir erst zum Lookout auf den See und dann doch noch zum See. Das heißt eigentlich nur zu den Dünen kurz vor dem See. Da wir befürchten nicht rechtzeitig zurück zu sein, müssen wir hier leider umkehren. Immer mehr Leute kommen uns entgegen, die zum See zum baden gehen. Schade, aber wir haben nur einen Tag für die Insel.
Nach über 2 Stunden erreichen wir den 75 Mile Beach. Wir haben nur noch 2,5 Stunden bis die Flut kommt. Wir fahren 26 km nach Norden. Rechts von uns das Meer. Und immer wieder loser Sand oder Wasserdurchfahrten an den Creeks. Zweimal müssen die Felsen am Strand  über einen Bypass umfahren werden. Dann erreichen wir das Schiffwrack Maheno. Ein teil liegt schon im Wasser, wie gesagt die Flut kommt. Nächster Stopp  sind die Colored Pinnacles. Der Sand ist hier gelb. Von hier aus fahren wir wieder 32 km zurück nach Süden, vorbei am Wrack, am Eli Creek, wo viel zu viele Leute sind, und vorbei an vielen Anglern bis nach Eulong Forest Station. Am Beach kann man 60 bis 80 km/h fahren. Die Wasserdurchfahrten werden jetzt allerdings breiter und wir müssen unsere Fenster zumachen, um nicht komplett nass zu werden. Noch vor der Flut erreichen wir unsere Ausfahrt vom Strand weg und fahren zum Lake Mc Kenzie. Hier gibt es wieder eine Möglichkeit zu Baden. Im Meer darf man hier nicht baden, wegen der Haie und Stinger. Auf dem Weg zurück zur Fähre sind sehr viele Stopps in den Haltebuchten angesagt und trotz ausgeleierter Gangschaltung werden wir echte 4W-Profis.

Fähre nach Fraser IslandLake Wabby mit Wanderdüne Dünenspringer Cruisen am 75 Miles Beach Unser Toyota Landcruiser Wrack Maheno Pinnacles Auch die landen hier oft am Strand

Baumschlangen und Bundaberg Rum

Dienstag, 20.09.2011

Ausschlafen, frühstücken und noch kurz zum See. Und dann sehen wir sie, die Baumschlangen. Es ist Paarungszeit und sie sollen zu dieser Zeit sehr aggressiv sein. 3 Stück von diesen grün-braunen Exemplaren liegen fast unscheinbar auf einem Baum mit schönen gelben Blüten.

Lake Awoonga Baumschlangen

Kurz nach 10 Uhr fahren wir weiter nach Bundaberg. Dort machen wir eine Tour durch die Distilling Company. Wir kosten Melasse (sehr salzig) und zum Schluss natürlich den Bundaberg Rum.
Ein kurzer Stop an der Brewery Bundaberg Barrel, wo das bekannte Gingerbeer gebraut wird. Gingerbeer ist allerding alkoholfrei. Wir nehmen uns ein paar Flaschen mit verschiedenen Geschmacksrichtungen mit und verkosten diese später auf dem Campingplatz.

Rumverkostung Brauerei des Gingerbieres Bundaberg Bundaberg

Nach 330 km kommen wir kurz nach 18 Uhr in Hervey Bay an. Unser gebuchter Campingplatz ist schon geschlossen und wir müssen uns einen neuen Platz suchen. Direkt an der Esplanade werden wir fündig. Zu unseren Stellplätzen haben wir ein Possum mitbekommen, dass auf dem Baum neben unsren Campern wohnt. Wir bringen ihm ein paar Möhren aus dem Woolworth-Supermarkt mit und schon ist er unser bester Freund und lässt sich sogar streicheln. Wir haben Kängurusteaks und Würstchen gekauft und wollen grillen. In der BBQ-Area gehen aber um 9 Uhr die Lichter aus, also grillen wir mit Taschenlampe.

Possum

Frühstück mit Kängurus

Montag, 19.09.2011

Um 6 Uhr treffen wir uns zum Sonnenaufgang am Strand. Auch ein Känguru lässt sich kurz dort sehen und verschwindet dann wieder im Wald. Der unberührte Sand ist voller kunstvoller Bilder, die die Krabben mit Sandkügelchen gezaubert haben. Der Sand glänzt silbern und unsere Füße und Beine danach auch.


Wir frühstücken am Picknickplatz. Die Kängurumama und das Kleine sitzen dort bereits wieder und fressen. Das Kleine ist ziemlich scheu und will sich immer im Beutel verstecken, darf aber nicht. Also verschwindet es immer mal wieder im Gestrüpp und dort hüpft noch ein zweites Kängurukind herum. Außerdem leisten uns 2 Kookaburras Gesellschaft.

Kookaburra Zwei Kookaburras
Um 10 Uhr fahren wir los zum Mount Etna Cave Nationalpark. Wir wandern hoch zum Etna und wollen eine Fledermaushöhle finden, leider ohne Erfolg. Und weiter geht es über den Bruce Highway  mit Zwischenstopp in Rockhampton zum Caravanpark am Lake Awoonga. Wir haben eine Strecke von 550 km hinter uns und fällen todmüde in unsere Camper.

Bootstour Whitsundays

Sonntag, 18.09.2011

Um 9 Uhr startet unsere Bootstour mit der Whitehaven Express nach Whitsunday Island. In der Mantaray Bay vor Hook Island machen wir einen Schnorchelstop. Weiter geht es nach Whitsunday Island. Mit dem Schlauchboot werden wir zur Insel übergesetzt und laufen zum Hill Inlet Lookout. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick auf das blaue Meer und den Whitehaven Beach. Und dahin fahren wir dann auch, zum Whitehaven Beach. Der Name hält komplett was er verspricht, das ist der weißeste Strand, den wir je gesehen haben. Auf der Insel machen wir ein BBQ und haben Zeit zum Baden und Relaxen.

Mantaray Bay Am Hill Inlet Lookout Whitehaven Beach

Gegen 17 Uhr sind wir zurück in Airlie Beach, machen noch eine kleine Shoppingtour, um Hüte zu kaufen und weiter geht es mit den Campern. Nach 160 km sind wir im Cape Hillsborough Nationalpark. Hier wollen wir die Nacht bleiben. Kaum eingeparkt erwarten uns schon 2 fressende Kängurus im Scheinwerferlicht, ein davon mit Kind im Beutel. Sie lassen sich gar nicht stören und wir können sehr nah an sie herangehen. Wir suchen dann unsere Taschenlampen und machen eine Nachtwanderung am Strand. Zurück am Camper warten schon andere „wilde“ Tiere auf uns. Ein Possum, ein Bilby und ein drachenähnliches Insekt haben unsere ganze Aufmerksamkeit. Abenteuer pur.

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